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Der OBSESSION II vereint auf unvergleichliche Weise pralle Leistung und Sicherheit in der Klasse der 1-2er. Für die hohe Leistung sorgt das komplett neu entwickelte Profil, das besonders auftriebsstark ist. Das Original stammt aus dem neuen Wettkampfschirm von U-Turn
Für den OBSESSION II wurde es so modifiziert, um einerseits die Sicherheit auf 1-2er-Niveau zu erreichen, gleichzeitig aber möglichst viel Speed und Gleitleistung in diese Geräteklasse mitzunehmen. Das Ergebnis spricht für sich: Obschon die Kappe randvoll mit Leistung brilliert wurden die Prüfungskriterien auf Anhieb erfüllt, denn es mussten keinerlei leistungshemmende Änderungen vorgenommen werden.
Volle Sicherheit und Klappresistenz also, gleichzeitig bietet der Schirm aber eine Gleitleistung von mehr als 9 mit Standard-Gurtzeug. Gegenüber dem OBSESSION I verminderte U-Turn Chefentwickler Ernst Strobl sogar die ausgelegte Streckung leicht, die projizierte Streckung ist aber gleich geblieben. Mit nun 54 statt 55 Kammern, einer etwas geringeren Zahl von Leinenansatzpunkten und dem Profil mit Wettkampf-Genen ergibt sich ein ebenso klappstabiler wie ausgesprochen leistungsstarker Flügel, mit dem man unbeschwert einen netten Abendabgleiter genießen kann, mit dem sich genauso gut aber auch mal Tempo bolzen lässt. Geflogen mit aerodynamisch optimiertem Gurtzeug erreicht der OBSESSION II sogar eine Gleitzahl von mehr als 9,5.
Und dies immer mit der Sicherheit der Automatischen Flug-Stabilisierung. Die Gesamtkonstruktion hat es sogar erlaubt, die Vorspannung an der Hinterkante ein wenig zu vermindern. Auch dies trägt zur Leistungssteigerung bei. Alles in allem ist der OBSESSION II jetzt noch einen Tick einfacher zu starten. Der High-End 1-2er besitzt natürlich den für U-Turn typischen langen Beschleunigerweg zur feinen Dosierung und hohen Endgeschwindigkeit. Beibehalten wurde das sehr dynamische, direkte Handling. Sehr flaches und enges Thermikdrehen lässt sich exakt bewerkstelligen. Dabei brilliert der OBSESSION II durch geringes Kurvensinken. Auch wenn die Gesamtcharakteristik als fehlerverzeihend einzustufen ist empfehlen wir den OBSESSION II nur Piloten, die regelmäßig fliegen. Der 1-2-Einstufung ungeachtet ist der Schirm nicht zur Schulung empfohlen.
Bei der Wahl des Materials ist Strobl keinerlei Kompromisse eingegangen und hat einen absoluten High-End-Mix von NCV gewählt: Der OBSESSION II besitzt in der besonders belasteten Eintrittskante NCV Skytex Deperlant (40 Gramm) und in der Fläche Skytex-Tuch (36 Gramm). Die Rippen mit Leinenansatzpunkten sind in NCV Hardfinish (40 Gramm), während die Rippen ohne Leinenansatzpunkt gewichtssparend in Skytex 36 ausgeführt sind. Bei der UV-Festigkeit und generell der mechanischen Belastbarkeit stellt der verwendete Mix die optimale Kombination aus Gewichtsoptimierung und Haltbarkeit für einen Schirm, der viel genutzt wird, dar. Um die Leistungsfähigkeit des Schirms lange zu sichern und so auch für den Werterhalt der Kappe zu sorgen, und dazu zählt auch das leichte Starten, verfügt der OBSESSION über das Mylar Fix System. Über ein Schlaufensystem wird das Verknicken der Eintrittskante beim Packen und der Lagerung verhindert - der Schirm bleibt in Form und damit im optimalen Leistungsbereich.
Den OBSESSION II gibt es in fünf Größen (LTF 1-2 zertifiziert in S, M und L) von XS bis XL und in attraktiven Farbkombinationen.
| | | U-Turn Obsession II M | | Musterbezeichnung | U-Turn Obsession II M | | Musterprüfnummer | DHV GS-01-1841-09 | | Inhaber der Musterprüfung | U-Turn GmbH | | Hersteller | U-Turn GmbH | | Klassifizierung | 1-2 GH | | Windenschlepp | Ja | | Anzahl Sitze min / max | 1 / 1 | | Beschleuniger | Ja | | Trimmer | Nein |
|  | | | Verhalten bei min. Startgewicht (80kg) | Verhalten bei max. Startgewicht (110kg) | | Start | 1-2 | 1-2 | Das Aufziehen des bogenförmigen symmetrisch ausgelegten Gleitsegels erfolgt mit konstantem Zug, ohne stärkeren Impuls und ohne frühzeitiges Abbremsen der Kappe, um nicht Verhaltensweisen des Gleitsegels durch Pilotenmaßnahmen zu überdecken. Ist bei einem Gleitsegel eine spezielle Starttechnik notwendig, so ist diese Information vor den Testflügen den Testpiloten mitzuteilen. | | Füllverhalten | gleichmässig, sofort | gleichmässig, sofort | | Aufziehverhalten | kommt sofort über Piloten | kommt sofort über Piloten | | Abhebegeschwindigkeit | durchschnittlich | durchschnittlich | | Starthandling | durchschnittlich | durchschnittlich | | |
| | Geradeausflug | 1-2 | 1-2 | Im Geradeausflug wird das Gleitsegel in der Trimmgeschwindigkeit ohne Bremseinwirkung geflogen. Die der Trimmgeschwindigkeit zugehörige Maximalfahrt und die Tendenz des Gerätes zum Rollen und Nicken durch äußere Einflüsse wird ermittelt. Durch einseitige Betätigung der Bremse(n) wird das Gleitsegel zum Rollen gebracht und die Rolldämpfung überprüft. Durch rhythmisches Ziehen beider Bremsen wird das Gleitsegel zum Nicken gebracht, und die Bewegungen um die Querachse beurteilt. Zusätzlich zur Trimmgeschwindigkeit ist das Geschwindigkeitsfenster zu ermitteln. | | Rolldämpfung | durchschnittlich | durchschnittlich | | |
| | Kurvenhandling | 1-2 | 1-2 | Es sind Kurven bei verschiedenen Geschwindigkeiten durch unterschiedlich starkes einseitiges Steuern einzuleiten. Bewertet wird Steuerkraftanstieg, Steuerweg, Wendigkeit und Trudeltendenz. Die Trudeltendenz ist bei ungebremsten sowie bei stark angebremsten Gleitsegeln zu testen. In beiden Fällen ist eine Steuerleine kontinuierlich herunterzuziehen, bis der Punkt des Strömungsabrisses erreicht ist. Bei stark angebremstem Gleitsegel ist dabei die andere Bremse gegensinnig nachzulassen. Für die Beurteilung der Trudeltendenz und des Steuerweges ist die Relation zwischen Aktion (Steuerausschlag durch den Piloten) und Reaktion (Einleitung einer Kurve) entscheidend. Je direkter Aktion und Reaktion verbunden sind, desto geringer gilt die Tendenz zum einseitigen Strömungsabriss. | | Trudeltendenz | durchschnittlich | durchschnittlich | | Steuerweg | durchschnittlich | durchschnittlich | | Wendigkeit | durchschnittlich | durchschnittlich | | |
| | Beidseitiges Überziehen | 1-2 | 1-2 | Sackfluggrenze über Bremsen Beide Steuerleinen sind sehr langsam und kontinuierlich durchzuziehen, bis das Gleitsegel den Zustand der Minimalfahrt passsiert und gegebenenfalls in einen Sackflug übergeht. Der Steuerweg, bis der Sackflug erreicht ist, ist in cm zu messen. Anschließend sind beide Bremsleinen langsam und gleichmäßig, innerhalb von 2 Sekunden freizugeben. Hierbei ist zu prüfen, ob das Gleitsegel selbständig innerhalb von 4 Sekunden oder erst mit Verzögerung Fahrt aufnimmt. Bleibt das Gleitsegel im Dauersackflug, ist durch gleichzeitiges Herunterziehen oder Vordrücken beider A-Tragegurte (Griffposition an den A-Gurten wie beim Start) der Dauersackflug auszuleiten. Die Bremsen werden dabei nicht freigegeben. Andere Ausleitungsmethoden ziehen zumindest eine Einweisungspflicht nach sich.
Fullstallgrenze: Beide Steuerleinen sind sehr langsam und kontinuierlich durchzuziehen, bis das Gleitsegel den Zustand der Minimalfahrt sowie, falls vorhanden, den Sackflug passiert und den Stallpunkt erreicht. Der zur Verfügung stehende Steuerweg bis zum Stallpunkt ist zu messen. | | Sackfluggrenze | durchschnittlich 60 cm - 75 cm | durchschnittlich 60 cm - 75 cm | | Fullstallgrenze | durchschnittlich 65 cm - 80 cm | durchschnittlich 65 cm - 80 cm | | Bremskraftanstieg | hoch | hoch | | |
| | Frontales Einklappen | 1-2 | 1-2 | Durch abruptes Herunterziehen der vordersten Leinengruppe mittels des zugehörigen Tragegurts oder der Faltleinen ist das Gleitsegel über die gesamte Eintrittskante zum frontalen Einklappen mit mindestens 40 % Flächentiefe zu bringen und die Schirmreaktion zu beurteilen. Beide Bremsen sind vorher freizugeben. Der Zugweg bis zum Einklappen ist durch langsames Herunterziehen zu ermitteln. Die Gurte bzw. Leinen sind unverzüglich freizugeben, sobald das Gleitsegel eingeklappt ist. Zunächst ist weder durch Gegenhalten noch durch Pumpen etc. einzugreifen. Es sind Wegdrehgrade, Wegdrehgrade insgesamt, Drehgeschwindigkeit, Nick- / Rollwinkel, Höhenverlust, die Stabilisierung sowie das Öffnungsverhalten zu beurteilen. Wenn ein stationärer Zustand erreicht ist, spätestens jedoch nach 720° ist einzugreifen, zunächst durch Aufrichten, d. h. Gegensteuern, dann durch Öffnungshilfe auf der eingeklappten Seite. | | Vorbeschleunigung | durchschnittlich | durchschnittlich | | Öffnungsverhalten | selbständig verzögert | selbständig verzögert | | |
| | Einseitiges Einklappen | 1-2 | 1-2 | Durch impulsives Herunterreißen aller A-Leinen einer Seite bzw. der sogenannten Faltleinen, ist das Gleitsegel möglichst ohne Vorbeschleunigung so stark zum einseitigen Einklappen zu bringen, dass sich dabei die ungünstigste Reaktion einstellt. Maximaleinklappung ist 75 % der Eintrittskante mit einer Knicklinie in einem 45°-Winkel zur Querachse. Ist die nötige Flächentiefe durch das alleinige Herunterreißen der A-Leinen nicht herbeizuführen, werden so viele B-Leinen (der einzuklappenden Seite) wie nötig mit den A-Leinen heruntergezogen. Die Leinen sind wieder freizugeben, sobald das Gleitsegel in der oben beschriebenen Weise eingeklappt ist. Zunächst ist weder durch Gegenhalten noch durch Pumpen etc. einzugreifen. Es sind Wegdrehgrade, Wegdrehgrade insgesamt, Drehgeschwindigkeit, Nick- / Rollwinkel, Höhenverlust, die Stabilisierung sowie das Öffnungsverhalten zu beurteilen. Wenn ein stationärer Zustand erreicht ist, spätestens jedoch nach 720° ist einzugreifen, zunächst durch Aufrichten, d. h. Gegensteuern, dann durch Öffnungshilfe auf der eingeklappten Seite. | | Wegdrehen | 90 - 180 Grad | 90 - 180 Grad | | Wegdrehen insgesamt | 180 - 360 Grad | 180 - 360 Grad | | Drehgeschwindigkeit | durchschnittlich | durchschnittlich | | | | mit Verlangsamung | | Max. Roll- bzw. Nickwinkel | kleiner 45 Grad | kleiner 45 Grad | | Höhenverlust | hoch | hoch | | Stabilisierung | selbständig | selbständig | | Öffnungsverhalten | selbständig | selbständig | | |
| | Einseitiges Einklappen und Gegenst. | 1-2 | 1-2 | Durch impulsives Herunterreißen aller A-Leinen einer Seite bzw. der sogenannten Faltleinen, ist das Gleitsegel möglichst ohne Vorbeschleunigung so stark zum einseitigen Einklappen zu bringen, dass sich dabei die ungünstigste Reaktion einstellt. Maximaleinklappung ist 75 % der Eintrittskante mit einer Knicklinie in einem 45°-Winkel zur Querachse. Ist die nötige Flächentiefe durch das alleinige Herunterreißen der A-Leinen nicht herbeizuführen, werden so viele B-Leinen (der einzuklapppenden Seite) wie nötig mit den A-Leinen heruntergezogen. Die Leinen sind wieder freizugeben, sobald das Gleitsegel in der oben beschriebenen Weise eingeklappt ist. Das Gleitsegel ist so schnell wie möglich in seiner Richtung zu stabilisieren. Anschließend ist eine 180°-Kurve in die Gegenrichtung zu fliegen. | | Stabilisierung | einfaches Gegenbremsen | einfaches Gegenbremsen | | Steuerweg | durchschnittlich | durchschnittlich | | Steuerkraftanstieg | hoch | hoch | | Gegendrehen | einfach, keine Tendenz zum Strömungsabriss | einfach, keine Tendenz zum Strömungsabriss | | Öffnungsverhalten | selbständig verzögert | selbständig verzögert | | |
| | Fullstall, symm. Ausleitung | 1-2 | 1-2 | Ab dem Strömungsabriss sind beide Steuerleinen maximal durchzuziehen und in dieser Stellung bis zur Stabilisierung des Fullstalls zu halten. Ist ein vollständiger Strömungsabriss nicht erfliegbar, wird die Steuerleine verkürzt, dies geschieht durch Halten am Ring oder Wickeln. lst ein stabiler Fullstall nicht erfliegbar, so sind die Bremsen freizugeben, wenn das Gleitsegel von hinten kommend über dem Piloten ist. Die Freigabe der Bremsen erfolgt langsam und symmetrisch, bis das Gleitsegel annähernd seine gesamte Spannweite erreicht, der restliche Bremsweg ist zügig, aber nicht unter 1 Sekunde, freizugeben. Beurteilt wird die Vorschießtendenz des Gleitsegels. Bei Gefährdung des Piloten ist das Gleitsegel mittels Bremsen abzufangen. Klappt das Gleitsegel ein, ist es zusätzlich nach Nr. 5 und 6 zu beurteilen. |
| | Trudeln aus Trimmgeschw. | 1-2 | 1-2 | Das Trudeln ist durch einseitiges maximal mögliches Herabziehen einer Steuerleine aus der Trimmgeschwindigkeit einzuleiten. Ist das Gleitsegel nicht zum Strömungsabriss zu bringen wird die Steuerleine verkürzt, das geschieht durch Halten am Ring oder Wickeln. Zwischen 270° und 450° Drehwinkel nach dem Strömungsabriss ist die Bremse so freizugeben, dass ein übermäßiges Vorschießen vermieden wird. Zu prüfen ist, ob das Gleitsegel hierbei stabil trudelt. |
| | Trudeln aus stat. Kurvenflug | 1-2 | 1-2 | Aus dem stationären Kurvenflug mit einem Kurvendurchmesser von ca. 50 m und mittlerer Geschwindigkeit ist die kurveninnere Steuerleine mäßig schnell soweit als möglich durchzuziehen. 180° nach dem Beginn des Durchziehens sind beide Bremsen innerhalb 1 Sekunde freizugeben. |
| Steilspirale | 1-2 | 1-2 | Durch einseitiges Bremsen aus der Trimmgeschwindigkeit ist das Gleitsegel möglichst rasch in eine Steilspirale mit einer Sinkgeschwindigkeit von > 14 m/sec zu bringen. Dabei ist die Bremsleine kontinuierlich zu ziehen und gegebenenfalls wieder nachzugeben, um einen einseitigen Strömungsabriss zu verhindern. Zu beurteilen ist die Trudeltendenz, sowie, nach dem Freigeben der Bremse, die selbständige Ausleitung bzw. das Nachdrehen und die stabile Spirale. Das Nachdrehen und die stabile Spirale werden bei einer Sinkgeschwindigkeit von 14m/s bewertet, wobei die Tendenz des Aufrichtens für die Bewertung entscheidend ist. Des weiteren wird die Sinkgeschwindigkeit 720° nach der Einleitung gemessen. Bei dieser Testflugfigur erfolgt keine aktive Gewichtskraftsteuerung durch Verlagerung des Pilotenkörpers, der Körper folgt der Schwerkraft. | | Einleitung | durchschnittlich | durchschnittlich | | Trudeltendenz | durchschnittlich | durchschnittlich | | Ausleitung | Nachdrehen < 180 Grad | Nachdrehen < 180 Grad | | Sinkgeschwindigkeit nach 720 °[m/s] | 14 | 14 | | |
| | B-Stall | 1 | 1 | Ist ein B-Leinen-Stall laut Betriebsanweisung möglich, ist er wie folgt zu testen. Die B-Tragegurte sind zügig herunterzuziehen. Die Bremsen sind dabei mit in der Hand zu halten. Ausgeleitet wird sowohl schnell als auch, testbedingt, langsam. Hierbei ist zu prüfen, wie das Gleitsegel anfährt. Ist ein B-Leinen-Stall laut der Betriebsanweisung nicht möglich, so ist dies in unmissverständlicher und unübersehbarer Weise am Mustergerät anzugeben. Außerdem ist bei den Geräten, für die in der Betriebsanweisung der B-Leinen-Stall ausgeschlossen wird, der Sackflug über die hinteren Tragegurte zu testen. Die Bewertung erfolgt analog zum B-Leinen-Stall. | | Einleitung | einfach | einfach | | Ausleitung | selbständig | selbständig | | |
| | Ohren anlegen | 1-2 | 1-2 | Der Gleitschirm wird im Geradeausflug bei Trimmgeschwindigkeit stabilisiert. Auf jeder Seite werden durch gleichzeitiges Herunterziehen der entsprechenden Leinen ca. 30 % der Spannweite eingeklappt. Das Verhalten des Gleitschirms wird beobachtet. Nach mindestens 10 Sekunden werden beide Ohren gleichzeitig freigegeben. Beim beschleunigten Test wird unmitttelbar vor der Freigabe der Ohren der Beschleuniger deaktiviert. Der Pilot greift nicht weiter ein und verhält sich passiv bis der Gleitschirm entweder in den Normalflug zurückgekehrt ist, oder 5 Sekunden vergangen sind. Wenn der Gleitschirm nicht selbstständig in den Normalflug zurückgekehrt ist, greift der Pilot ein. Wenn der Gleitschirm mit speziellen Vorrichtungen zum Anlegen der Ohren ausgerüstet ist, oder wenn spezielle Verfahren zur Ein- oder Ausleitung erforderlich sind, muss diese Information in der Betriebsanweisung enthalten sein, und diese Anweisungen müssen vom Testpiloten befolgt werden. | | Einleitung | leicht | leicht | | Ausleitung | nimmt zögernd Fahrt auf < 4 Sek | nimmt zögernd Fahrt auf < 4 Sek | | |
| | Landung | 1-2 | 1-2 | Das Gleitsegel ist mit den Bremsen abzufangen. | | Landeverhalten | durchschnittlich | durchschnittlich | | |
| | Frontales Einklappen (beschleunigt) | 1-2 | 1-2 | Durch abruptes Herunterziehen der vordersten Leinengruppe mittels des zugehörigen Tragegurts oder der Faltleinen ist das Gleitsegel über die gesamte Eintrittskante zum frontalen Einklappen mit mindestens 40 % Flächentiefe zu bringen und die Schirmreaktion zu beurteilen. Beide Bremsen sind vorher freizugeben. Der Zugweg bis zum Einklappen ist durch langsames Herunterziehen zu ermitteln. Die Gurte bzw. Leinen sind unverzüglich freizugeben, sobald das Gleitsegel eingeklappt ist. Zunächst ist weder durch Gegenhalten noch durch Pumpen etc. einzugreifen. Es sind Wegdrehgrade, Wegdrehgrade insgesamt, Drehgeschwindigkeit, Nick- / Rollwinkel, Höhenverlust, die Stabilisierung sowie das Öffnungsverhalten zu beurteilen. Wenn ein stationärer Zustand erreicht ist, spätestens jedoch nach 720° ist einzugreifen, zunächst durch Aufrichten, d. h. Gegensteuern, dann durch Öffnungshilfe auf der eingeklappten Seite. Getestet wird mit maximal beschleunigtem Gleitsegel, nach dem Einklappen der Kappe wird das Fussbeschleunigungssystem deaktiviert. | | Vorbeschleunigung | gering | gering | | Öffnungsverhalten | selbständig verzögert | selbständig verzögert | | |
| | Einseitiges Einklappen (beschleunigt) | 1-2 | 1-2 | Durch impulsives Herunterreißen aller A-Leinen einer Seite bzw. der sogenannten Faltleinen, ist das Gleitsegel möglichst ohne Vorbeschleunigung so stark zum einseitigen Einklappen zu bringen, dass sich dabei die ungünstigste Reaktion einstellt. Maximaleinklappung ist 75 % der Eintrittskante mit einer Knicklinie in einem 45°-Winkel zur Querachse. Ist die nötige Flächentiefe durch das alleinige Herunterreißen der A-Leinen nicht herbeizuführen, werden so viele B-Leinen (der einzuklappenden Seite) wie nötig mit den A-Leinen heruntergezogen. Die Leinen sind wieder freizugeben, sobald das Gleitsegel in der oben beschriebenen Weise eingeklappt ist. Zunächst ist weder durch Gegenhalten noch durch Pumpen etc. einzugreifen. Es sind Wegdrehgrade, Wegdrehgrade insgesamt, Drehgeschwindigkeit, Nick- / Rollwinkel, Höhenverlust, die Stabilisierung sowie das Öffnungsverhalten zu beurteilen. Wenn ein stationärer Zustand erreicht ist, spätestens jedoch nach 720° ist einzugreifen, zunächst durch Aufrichten, d. h. Gegensteuern, dann durch Öffnungshilfe auf der eingeklappten Seite. Getestet wird mit maximal beschleunigtem Gleitsegel, nach dem Einklappen der Kappe wird das Fussbeschleunigungssystem deaktiviert. | | Wegdrehen | 90 - 180 Grad | 90 - 180 Grad | | Wegdrehen insgesamt | 180 - 360 Grad | 180 - 360 Grad | | Drehgeschwindigkeit | durchschnittlich | durchschnittlich | | | | mit Verlangsamung | | Max. Roll- bzw. Nickwinkel | kleiner 45 Grad | kleiner 45 Grad | | Höhenverlust | hoch | hoch | | Stabilisierung | selbständig | selbständig | | Öffnungsverhalten | selbständig | selbständig | | |
| | Ohren anlegen, beschleunigt | 1-2 | 1-2 | Der Gleitschirm wird im Geradeausflug bei Trimmgeschwindigkeit stabilisiert. Auf jeder Seite werden durch gleichzeitiges Herunterziehen der entsprechenden Leinen ca. 30 % der Spannweite eingeklappt. Das Verhalten des Gleitschirms wird beobachtet. Nach mindestens 10 Sekunden werden beide Ohren gleichzeitig freigegeben. Beim beschleunigten Test wird unmitttelbar vor der Freigabe der Ohren der Beschleuniger deaktiviert. Der Pilot greift nicht weiter ein und verhält sich passiv bis der Gleitschirm entweder in den Normalflug zurückgekehrt ist, oder 5 Sekunden vergangen sind. Wenn der Gleitschirm nicht selbstständig in den Normalflug zurückgekehrt ist, greift der Pilot ein. Wenn der Gleitschirm mit speziellen Vorrichtungen zum Anlegen der Ohren ausgerüstet ist, oder wenn spezielle Verfahren zur Ein- oder Ausleitung erforderlich sind, muss diese Information in der Betriebsanweisung enthalten sein, und diese Anweisungen müssen vom Testpiloten befolgt werden. Getestet wird mit maximal beschleunigtem Gleitsegel. | | Einleitung | leicht | leicht | | Ausleitung | nimmt zögernd Fahrt auf < 4 Sek | nimmt zögernd Fahrt auf < 4 Sek | | |
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